Wissen Sie, wie andere Ihr Arbeitszeugnis beurteilen? Auch, wenn sich Ihr Zeugnis gut anhört – was der Leser in einer Personalabteilung dabei denkt, ist oft etwas ganz anderes. Versichern Sie sich und holen Sie eine professionelle Beurteilung Ihres Arbeitszeugnisses vom Experten ein, dann können Sie vielleicht noch Verbesserungen erwirken. Wie gut ist Ihr Arbeitszeugnis wirklich?
Unsere Berater berurteilen alle formalen Aspekte: - alle formalen Aspekte
- die Tätigkeitsbeschreibung
- die Leistungsbewertung
- die Zufriedenheitsaussage
- die Verhaltensbewertung
- die Schlussformulierung
- die versteckten und codierten Aussagen
Die Beurteilung des Arbeitszeugnis ist eine schwierige Angelegenheit. Alle bekommen eins, die wenigsten verstehen es. Ein Arbeitszeugnis richtig deuten können nur Experten. Arbeitszeugnisse müssen wahr sein, sollen das berufliche Fortkommen des Beurteilten auf dem Arbeitsmarkt aber nicht ungerechtfertigt erschweren. Sie müssen daher auch wohlwollend sein.
Der Konflikt zwischen der Wahrheitspflicht einerseits und der Wohlwollenspflicht andererseits hat im Laufe der Zeit zu einer speziellen Zeugnissprache geführt, bei der Aussagen und Wertungen der Aussteller nicht immer klar und deutlich, sondern verdeckt ausgedrückt werden. Eine Beurteilung vom Arbeitszeugnis ist daher nicht immer einfach.
Mit unserem alltäglichen Sprachverständnis können Zeugnis weder ausgestellt noch verstanden werden. Eine richtige Beurteilung vom Arbeitszeugnis kann nur der, wer entsprechend geschult ist. Die wahren Botschaften verstecken sich nämlich meist zwischen den Zeilen. Eine Formulierung wie „Sie erledigte die Aufgaben stets zu unserer Zufriedenheit“ oder „Er arbeitet gut“ klingt erst mal ganz gut, entspricht aber längst nicht der Bestnote.
Eine sehr gute Formulierung wäre: „Wir waren mit ihren Leistungen in jeder Hinsicht außerordentlich zufrieden.“ Arbeitszeugnisse beurteilen heißt, sich mit der besonderen Sprache von Zeugnissen auseinandersetzen. Und die hat es in sich. Ein sehr gutes Arbeitszeugnis klingt nämlich oftmals wie eine einzige Übertreibung.
Es ist üblich, Arbeitszeugnisse stets in Superlativen zu formulieren, um der Zufriedenheit mit einem Mitarbeiter Ausdruck zu verleihen. Abweichungen von diesem Standard können auf eine gewisse Unzufriedenheit hindeuten. Dies in einem Arbeitszeugnis zu deuten ist nicht immer einfach. Ein Arbeitszeugnis, das wiederum ausschließlich Superlative enthält, ist ebenfalls kritisch zu bewerten. Eine Beurteilung vom Arbeitszeugnis bedeutet auch die Auseinandersetzung mit Verschlüsselungstechniken wie Leerstellen-Technik, Reihenfolge-Technik oder Positiv-Skala-Technik.
Bei der Leerstellen-Technik wird Selbstverständliches einfach weggelassen – beispielsweise das Verhalten gegenüber Kollegen. Bei der Reihenfolge-Technik werden Nebensächlichkeiten, die positiv zu bewerten sind (beispielsweise Erfolge in randständigen Arbeitsbereichen) in den Vordergrund gerückt. Bei der Positiv-Negativ-Skala wiederum erfolgt die Beurteilung über eine Abstufung der positiven Bewertung. Solche Techniken kann nur derjenige erkennen, der Arbeitszeugnisse richtig deuten kann.
Doch nicht nur die Beurteilung vom Arbeitszeugnis ist schwierig, auch das Schreiben erfordert Kompetenz. Ein Zeugnis ist schließlich auch für das Unternehmen so etwas wie eine Visitenkarte. Schlampig erstellte Arbeitszeugnisse werfen ein schlechtes Licht auf das Unternehmen. Wer nicht über das notwendige Know-how verfügt, sollte die Beurteilung vom Arbeitszeugnis besser an einen externen Dienstleister vergeben.
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